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Regionales Saatgut

Gebietseigenes Saat auch autochthones Saatgut genannt, wird von heimischen Wildpflanzen gewonnen, die sich über viele Generationen in einer bestimmten Region entwickelt haben. Durch diesen langen Anpassungsprozess sind die Pflanzen optimal an ihre Umgebung angepasst. Mit artenreichem Saatgut von regionalen Pflanzen angesäten Flächen haben dadurch bessere Chance sich langfristig zu etablieren, sind resilienter gegenüber Witterungseinflüssen und bilden die Nahrungsgrundlage einer Vielzahl von einheimischen Tieren.

 

In Deutschland ist es seit dem 2. März 2020 vorgeschrieben, in der „freien Natur“ nur noch solch gebietseigenes Saatgut zu nutzen. Mit der freien Natur sind alle Flächen außerhalb des Siedlungsbereiches gemeint die nicht Land- oder Forstwirtschaftlich genutzt werden. Deutschland wurde dafür in 22 sogenannte Ursprungsgebiete aufgeteilt (siehe Karte). Bis 2027 darf noch Saatgut aus benachbarten Ursprungsgebieten genehmigungsfrei ausgebracht werden, ab dann nur noch aus dem eigenen Ursprungsgebiet. 

 

Der Einsatz von gebietseigenem Saatgut soll helfen die biologische Vielfalt und das natürliche Artenspektrum einer Region zu erhalten. Beispiel für die Anwendung sind unter anderem die Anlage neuer Biotope, Renaturierungsmaßnahmen, Ausgleichsmaßnahmen, Straßenbegrünungen oder die Anlage von naturnahen Gärten und Parks. 

Graphik: VWW - Verband deutscher Wildsamen und Wildpflanzenproduzenten

Graphik: VWW - Verband deutscher Wildsamen und Wildpflanzenproduzenten